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Ablauf Hausverkauf

Du möchtest Dein Haus verkaufen und möchtest wissen, wie der Ablauf eines Hausverkaufs eigentlich aussieht? Dann bist Du hier richtig.

Ein Hausverkauf besteht aus mehreren Schritten, die aufeinander aufbauen. Bevor Dein Haus überhaupt auf dem Immobilienmarkt angeboten wird, solltest Du den Wert bestimmen, wichtige Unterlagen zusammenstellen und den passenden Verkaufspreis festlegen. Anschließend folgen die Vermarktung, die Kommunikation mit Interessenten, Besichtigungen und Kaufverhandlungen.

Ist ein Käufer gefunden, geht es zum Notar. Danach folgen die Kaufpreiszahlung, die Eigentumsübertragung und schließlich die Übergabe des Hauses.

Wenn Du den Ablauf Hausverkauf von Anfang an kennst, kannst Du besser einschätzen, was auf Dich zukommt, welche Entscheidungen Du treffen musst und an welchen Stellen eine gute Vorbereitung besonders wichtig ist.

Schritt 1: Verkaufsentscheidung treffen

Am Anfang steht die Entscheidung, Dein Haus tatsächlich zu verkaufen.

Dabei solltest Du zunächst Deine eigene Situation betrachten. Warum möchtest Du verkaufen? Gibt es einen bestimmten Zeitpunkt, zu dem das Haus verkauft sein soll? Benötigst Du den Verkaufserlös für den Kauf einer anderen Immobilie? Oder möchtest Du einfach einen möglichst guten Zeitpunkt für den Verkauf nutzen?

Auch Deine persönliche zeitliche Planung spielt eine Rolle.

Wenn Du keinen Zeitdruck hast, kannst Du den Verkauf in Ruhe vorbereiten. Wenn die Immobilie dagegen innerhalb eines bestimmten Zeitraums verkauft werden muss, solltest Du das bereits bei der Planung berücksichtigen.

Schritt 2: Wert der Immobilie ermitteln

Der nächste wichtige Schritt beim Ablauf eines Hausverkaufs ist die Wertermittlung.

Du solltest zunächst herausfinden, welchen Preis Dein Haus unter den aktuellen Marktbedingungen realistisch erzielen kann.

Dabei spielen unter anderem die Lage, Wohnfläche, Grundstücksgröße, Baujahr, Zustand und Ausstattung eine Rolle.

Auch Modernisierungen können berücksichtigt werden. Ein neues Dach, eine moderne Heizung oder umfangreiche Renovierungen können den Wert beeinflussen.

Entscheidend ist jedoch immer das Gesamtbild.

Der Preis, den Du vor einigen Jahren für Dein Haus bezahlt hast, sagt nicht automatisch aus, welchen Wert es heute besitzt.

Schritt 3: Vergleichbare Immobilien betrachten

Für eine erste Orientierung kannst Du Dir anschauen, welche vergleichbaren Häuser aktuell angeboten werden.

Dabei solltest Du möglichst auf ähnliche Immobilien achten.

Wohnfläche, Grundstücksgröße, Baujahr, Zustand und Lage sollten möglichst vergleichbar sein.

Wichtig ist allerdings, dass Du Angebotspreise nicht mit tatsächlichen Verkaufspreisen gleichsetzt.

Nur weil ein vergleichbares Haus für 700.000 Euro angeboten wird, bedeutet das nicht automatisch, dass es für diesen Betrag verkauft wurde.

Deshalb solltest Du solche Vergleiche lediglich als erste Orientierung nutzen.

Schritt 4: Unterlagen für den Hausverkauf zusammenstellen

Bevor Du Dein Haus vermarktest, solltest Du die notwendigen Unterlagen zusammenstellen.

Dazu können beispielsweise Grundbuchunterlagen, Grundrisse, Wohnflächenberechnungen, Bauunterlagen, Energieausweis und Nachweise über Modernisierungen gehören.

Bei älteren Häusern lohnt sich eine besonders gründliche Prüfung.

Wurde ein Anbau errichtet? Wurde das Dachgeschoss ausgebaut? Wurden Räume verändert?

Wenn entsprechende Unterlagen fehlen, solltest Du das möglichst früh klären.

Je vollständiger Deine Unterlagen sind, desto weniger Verzögerungen entstehen später im Verkaufsprozess.

Schritt 5: Haus für den Verkauf vorbereiten

Nun solltest Du Dein Haus auf die Vermarktung vorbereiten.

Dabei musst Du nicht automatisch renovieren oder viel Geld investieren.

Oft können bereits kleinere Maßnahmen einen besseren ersten Eindruck schaffen.

Räume sollten aufgeräumt sein, persönliche Gegenstände können reduziert werden und der Außenbereich sollte gepflegt wirken.

Auch kleinere Reparaturen können sinnvoll sein.

Allerdings solltest Du keine größeren Investitionen durchführen, ohne vorher zu prüfen, ob sich diese beim Verkauf tatsächlich auszahlen.

Schritt 6: Verkaufspreis festlegen

Jetzt wird es konkret.

Auf Grundlage der Immobilienbewertung legst Du den Angebotspreis fest.

Hier solltest Du möglichst realistisch bleiben.

Ein zu niedriger Preis kann dazu führen, dass Du Geld verschenkst.

Ein zu hoher Preis kann dagegen dazu führen, dass Dein Haus über längere Zeit keine ernsthaften Interessenten findet.

Gerade am Anfang ist die Reaktion des Marktes wichtig.

Wenn viele geeignete Interessenten Dein Haus sehen möchten, kann das ein positives Signal sein.

Wenn dagegen kaum Anfragen eingehen, solltest Du überprüfen, ob Preis, Präsentation oder Vermarktung angepasst werden müssen.

Schritt 7: Vermarktung vorbereiten

Bevor das Haus online angeboten wird, sollte die Vermarktung vorbereitet werden.

Dazu gehören professionelle Fotos und ein aussagekräftiges Exposé.

Die Bilder sollten die Räume hell und realistisch darstellen.

Auch Garten, Terrasse, Garage und besondere Merkmale des Hauses sollten gezeigt werden.

Im Exposé sollten die wichtigsten Eckdaten sowie die Besonderheiten der Immobilie enthalten sein.

Dabei solltest Du nicht versuchen, das Haus künstlich besser darzustellen, als es tatsächlich ist.

Eine gute Vermarktung weckt Interesse, ohne falsche Erwartungen zu erzeugen.

Schritt 8: Immobilie online anbieten

Nun kann das Haus auf geeigneten Immobilienportalen und gegebenenfalls weiteren Kanälen angeboten werden.

Dabei geht es nicht nur darum, möglichst viele Menschen zu erreichen.

Entscheidend ist, die richtigen Interessenten zu erreichen.

Ein hochwertiges Einfamilienhaus spricht beispielsweise eine andere Zielgruppe an als ein kleines Reihenhaus oder ein stark sanierungsbedürftiges Objekt.

Die Vermarktung sollte deshalb zu Deiner Immobilie passen.

Schritt 9: Anfragen bearbeiten

Nach der Veröffentlichung kommen die ersten Anfragen.

Nun beginnt die Kommunikation mit potenziellen Käufern.

Interessenten haben häufig Fragen zum Kaufpreis, zur Wohnfläche, zum Grundstück, zum Baujahr oder zu Modernisierungen.

Auch Fragen zu Heizung, Energieverbrauch und laufenden Kosten sind üblich.

Je besser Du vorbereitet bist, desto schneller und professioneller kannst Du reagieren.

Schritt 10: Interessenten vorqualifizieren

Nicht jeder Interessent ist automatisch ein ernsthafter Käufer.

Gerade bei höherpreisigen Häusern ist die Finanzierung ein wichtiger Punkt.

Ein Interessent kann Dein Haus zwar attraktiv finden, aber möglicherweise nicht über die finanziellen Möglichkeiten verfügen, es tatsächlich zu kaufen.

Deshalb kann es sinnvoll sein, Interessenten bereits vor einer Besichtigung entsprechend einzuschätzen.

Wenn Du einen Makler beauftragst, kann dieser die Kommunikation und Vorqualifizierung für Dich übernehmen.

Schritt 11: Besichtigungen durchführen

Nun folgen die Besichtigungen.

Dabei sollte der Interessent ausreichend Zeit bekommen, sich das Haus in Ruhe anzusehen.

Fragen zum Zustand, zu Modernisierungen, zur Heizung, zu Nebenkosten oder zum Grundstück sind völlig normal.

Du solltest auf solche Fragen vorbereitet sein.

Auch bekannte Mängel sollten transparent angesprochen werden.

Ein professioneller Hausverkauf bedeutet nicht, Schwächen zu verstecken. Vielmehr geht es darum, die Immobilie ehrlich und gleichzeitig attraktiv zu präsentieren.

Schritt 12: Kaufinteressenten vergleichen

Nach mehreren Besichtigungen kann es sein, dass sich mehrere ernsthafte Interessenten melden.

Jetzt solltest Du die verschiedenen Situationen miteinander vergleichen.

Dabei zählt nicht nur der angebotene Kaufpreis.

Auch die Finanzierungssicherheit, der gewünschte Übergabetermin und weitere Bedingungen können eine Rolle spielen.

Ein höheres Angebot ist nicht automatisch die beste Wahl, wenn die Finanzierung noch völlig ungeklärt ist.

Schritt 13: Kaufpreis verhandeln

Häufig gehört eine Verhandlung zum Ablauf eines Hausverkaufs.

Interessenten versuchen möglicherweise, den Preis zu reduzieren.

Deshalb solltest Du bereits vor dem Verkaufsstart wissen, welchen Preis Du erzielen möchtest und wo Deine persönliche Untergrenze liegt.

Gleichzeitig solltest Du flexibel genug bleiben, um auf die tatsächliche Marktsituation zu reagieren.

Wenn mehrere ernsthafte Interessenten vorhanden sind, ist Deine Verhandlungsposition natürlich eine andere als bei kaum vorhandener Nachfrage.

Schritt 14: Käufer entscheidet sich für den Kauf

Sind sich beide Seiten über den Kaufpreis und die wesentlichen Bedingungen einig, wird der Verkauf konkreter.

Jetzt sollten die Details des Kaufvertrags geklärt werden.

Dazu gehören unter anderem der vereinbarte Kaufpreis, der Übergabetermin und gegebenenfalls weitere Vereinbarungen.

An diesem Punkt solltest Du auch sicherstellen, dass alle notwendigen Unterlagen vorliegen.

Schritt 15: Kaufvertrag wird vorbereitet

Der Kaufvertrag für ein Haus wird in Deutschland notariell beurkundet.

Der Notar erstellt beziehungsweise bereitet den Vertrag vor und erläutert den Beteiligten dessen Inhalt.

Im Vertrag werden die wesentlichen Vereinbarungen zwischen Käufer und Verkäufer festgehalten.

Dazu gehören insbesondere der Kaufpreis und die Regelungen zur Übergabe und zur Eigentumsübertragung.

Vor der Unterzeichnung solltest Du den Vertrag aufmerksam lesen und offene Fragen klären.

Schritt 16: Notartermin

Beim Notartermin wird der Kaufvertrag gemeinsam besprochen.

Der Notar erläutert den Inhalt und beantwortet rechtliche Fragen zum Vertrag.

Anschließend wird der Vertrag von den Parteien unterzeichnet.

Damit ist der Verkauf rechtlich verbindlich vereinbart.

Allerdings bedeutet die Unterschrift nicht automatisch, dass Du am selben Tag den Kaufpreis erhältst oder das Haus übergeben musst.

Welche Schritte anschließend erfolgen, ergibt sich aus dem notariellen Kaufvertrag.

Schritt 17: Voraussetzungen für die Kaufpreiszahlung

Nach dem Notartermin müssen zunächst die im Kaufvertrag vorgesehenen Voraussetzungen erfüllt werden.

Der Notar kümmert sich um die erforderlichen rechtlichen Schritte, beispielsweise im Zusammenhang mit der Eigentumsübertragung.

Erst wenn die vertraglich festgelegten Voraussetzungen erfüllt sind, wird der Kaufpreis entsprechend dem Vertrag fällig.

Deshalb solltest Du Dich nicht auf mündliche Absprachen verlassen.

Entscheidend sind die Vereinbarungen im notariellen Kaufvertrag.

Schritt 18: Kaufpreis wird bezahlt

Sind die Voraussetzungen erfüllt, zahlt der Käufer den vereinbarten Kaufpreis.

Wann genau die Zahlung erfolgt, richtet sich nach den Regelungen des Kaufvertrags.

Erst wenn die entsprechenden Voraussetzungen erfüllt sind, solltest Du die Immobilie entsprechend der Vereinbarung endgültig übergeben.

Schritt 19: Übergabe des Hauses

Nach der Kaufpreiszahlung beziehungsweise entsprechend den vertraglichen Vereinbarungen erfolgt die Übergabe.

Dabei werden normalerweise die Schlüssel übergeben.

Auch Zählerstände sollten dokumentiert werden.

Darüber hinaus kann ein Übergabeprotokoll sinnvoll sein. Darin können beispielsweise der Zustand des Hauses, übergebene Schlüssel und vorhandenes Zubehör festgehalten werden.

So lässt sich später leichter nachvollziehen, was zum Zeitpunkt der Übergabe vereinbart und übergeben wurde.

Schritt 20: Eigentumsübertragung

Der Käufer wird nicht allein durch die Unterschrift unter den Kaufvertrag zum Eigentümer.

Die Eigentumsübertragung erfolgt über die entsprechenden grundbuchrechtlichen Schritte.

Der Notar begleitet diesen Prozess und veranlasst die notwendigen Maßnahmen.

Für Dich als Verkäufer bedeutet das vor allem, dass der Hausverkauf mit dem Notartermin noch nicht in jeder Hinsicht vollständig abgeschlossen ist.

Wie lange dauert ein Hausverkauf?

Eine pauschale Dauer lässt sich nicht nennen.

Wie schnell ein Haus verkauft wird, hängt unter anderem vom Verkaufspreis, der Nachfrage, der Lage und dem Zustand der Immobilie ab.

Auch die Vorbereitung kann unterschiedlich viel Zeit benötigen.

Wenn alle Unterlagen vollständig sind, die Immobilie realistisch bewertet wurde und ein passender Käufer schnell gefunden wird, kann der Verkauf vergleichsweise zügig erfolgen.

Bei einem zu hohen Angebotspreis oder einer geringen Nachfrage kann sich der Prozess dagegen deutlich verlängern.

Auch nach dem Notartermin vergeht noch Zeit, bis alle vertraglichen und grundbuchrechtlichen Schritte abgeschlossen sind.

Haus verkaufen mit Makler

Du kannst Dein Haus grundsätzlich privat verkaufen.

Dann übernimmst Du allerdings den kompletten Ablauf selbst.

Du kümmerst Dich um die Bewertung, die Unterlagen, Fotos, Exposé, Vermarktung, Interessenten, Besichtigungen und Verhandlungen.

Ein Immobilienmakler kann Dich bei diesen Aufgaben unterstützen und den Verkaufsprozess koordinieren.

Besonders hilfreich kann das sein, wenn Du wenig Zeit hast, unsicher bei der Preisfindung bist oder möglichst wenig direkten Kontakt mit Interessenten möchtest.

Wichtig ist allerdings, einen Makler nicht nur nach dem versprochenen Verkaufspreis auszuwählen.

Eine nachvollziehbare Bewertung und eine gute Vermarktungsstrategie sind wichtiger als ein möglichst hoher Preis auf dem Papier.

Die häufigsten Fehler beim Hausverkauf

Einer der häufigsten Fehler ist ein unrealistischer Verkaufspreis.

Auch fehlende Unterlagen können später zu Verzögerungen führen.

Eine schlechte Präsentation kann dazu führen, dass geeignete Interessenten gar nicht erst auf das Angebot aufmerksam werden.

Ein weiterer Fehler ist, jede Anfrage sofort als ernsthaftes Kaufinteresse zu betrachten.

Gerade bei höherpreisigen Immobilien solltest Du möglichst früh einschätzen, ob ein Interessent den Kauf tatsächlich finanzieren kann.

Und schließlich solltest Du den Verkauf nicht ausschließlich aus Deiner persönlichen Perspektive betrachten.

Der Preis, den Du Dir wünschst, ist nicht automatisch der Marktwert Deiner Immobilie.

Ablauf Hausverkauf – die wichtigsten Schritte im Überblick

Der Ablauf eines Hausverkaufs lässt sich grundsätzlich in mehrere Phasen einteilen.

Zunächst wird die Immobilie bewertet und der Verkauf vorbereitet. Danach werden Unterlagen zusammengestellt, das Haus präsentiert und der Verkaufspreis festgelegt.

Anschließend beginnt die Vermarktung. Interessenten melden sich, werden gegebenenfalls vorqualifiziert und besichtigen das Haus.

Nach den Besichtigungen folgen Kaufangebote und Preisverhandlungen.

Ist ein Käufer gefunden, wird der notarielle Kaufvertrag vorbereitet und beurkundet.

Danach folgen die vertraglich vorgesehenen Schritte zur Kaufpreiszahlung und Eigentumsübertragung.

Zum Schluss wird das Haus entsprechend den Vereinbarungen übergeben.

Fazit: Ablauf Hausverkauf Schritt für Schritt

Der Ablauf eines Hausverkaufs beginnt nicht erst mit dem Inserat.

Eine gute Vorbereitung ist die Grundlage für den gesamten Verkaufsprozess. Zuerst solltest Du den Wert Deiner Immobilie realistisch einschätzen und die notwendigen Unterlagen zusammenstellen. Danach wird das Haus für die Vermarktung vorbereitet und ein passender Verkaufspreis festgelegt.

Es folgen die Vermarktung, Interessentenanfragen, Besichtigungen und Verhandlungen. Wenn Du einen passenden Käufer gefunden hast, geht es zum Notar. Nach der Beurkundung werden die vertraglich vereinbarten Voraussetzungen für die Kaufpreiszahlung und Eigentumsübertragung erfüllt, bevor schließlich die Übergabe erfolgt.

Wenn Du den Ablauf Hausverkauf von Anfang an kennst und die einzelnen Schritte gut vorbereitest, kannst Du viele typische Fehler vermeiden und den Verkauf deutlich strukturierter angehen.